Vom "Sehen und Gesehenwerden"

„Geh ruhig näher ran, dann siehst du besser!“ Ein Satz, den auch du in deiner Kindheit gehört hast, stimmt‘s?
Was aber im Zirkus, im Zoo oder im Kino gilt, findet im Straßenverkehr keine Anwendung! Hier heißt es: Abstand halten! Gerade, wenn es um den sogenannten "toten Winkel" von Fahrzeugen geht.


Mit unserer Aktion "Achtung: Toter Winkel!" und dem Partner SVG Straßenverkehrsgenossenschaft widmen wir uns den Themen "Verkehrssicherheit" und "Unfallprävention". Im Rahmen spezieller "Toter Winkel"-Schulungen machen wir auf die Gefahren aufmerksam, die in toten Winkeln gerade großer Fahrzeuge lauern. Es wird primär in den dritten und vierten Klassen von Grundschulen sowie den fünften und sechsten Klassen weiterführender Schulen durchgeführt. Dabei lautet der wichtigste Satz immer:

„Der Fahrer sieht dich erst, wenn auch du ihn siehst“,

sei es im Spiegel oder von Angesicht zu Angesicht. Die Aktion, bei der wir Transportbotschafter die toten Winkel rund um den TimoTruck abstecken, sorgt regelmäßig für Aha-Effekte bei unseren Teilnehmern.

Du möchtest der Gefahr ins Auge blicken und dich ebenfalls überraschen lassen? Dann hast du hier zum einen die Möglichkeit, kostenlos die Broschüre herunterzuladen. Zum anderen kannst du aber auch in unserem Veranstaltungskalender nachsehen, bei welchem öffentlichen Event wir demnächst "Toter Winkel"-Schulungen durchführen und selbst daran teilnehmen. Wir freuen uns, dich dort zu kennenzulernen!

Übrigens: Wir führen aktuell unser Pilotprojekt "Das "Toter Winkel"-Siegel" im rheinländischen Kreis Mettmann durch. Was es damit auf sich hat, erfährst du hier!

Du hast Fragen zu "Achtung: Toter Winkel!"? Du möchtest uns dabei durch Nutzung unseres Aufklebers unterstützen?
Du kennst eine Schule oder Fahrschule, die Interesse an einer "Toter Winkel"-Schulung hat?
Du kennst ein Event, das wir besuchen sollten, um dort "Achtung: Toter Winkel!" zu promoten? Dann schick uns eine Mail!

Jedes Jahr kommt es in Verbindung mit LKW und Bussen zu Verkehrsunfällen, die für Radfahrer und Fußgänger mit schweren Verletzungen oder sogar tödlich enden. Grund dafür ist nicht selten, dass sich die Betroffenen in einem für den Fahrer nicht einsehbaren Bereich befanden: im "Toten Winkel". Dieser Bereich ist trotz Spiegel und Fenster für die Augen des Lenkenden unsichtbar.

Unfallursache. Und Todesursache.

Jedes Jahr kommt es in Verbindung mit LKW und Bussen zu Verkehrsunfällen, die für Radfahrer und Fußgänger mit schweren Körperverletzungen oder sogar tödlich enden. Grund dafür ist nicht selten, dass sich die Betroffenen in einem für den Fahrer nicht einsehbaren Bereich befanden: im "toten Winkel". Dieser Bereich ist trotz Spiegel und Fenster für die Augen der Lenkenden unsichtbar und wächst mit der Größe des jeweiligen Fahrzeugs.

Wo befindet sich der tote Winkel?

Wo befindet sich der tote Winkel?

Der tote Winkel ist in dem unten stehenden Bild dargestellt. Er ist größer als man denkt. Im Grunde ist es nicht richtig, von dem toten Winkel in der Einzahl zu sprechen, denn jedes Fahrzeug, egal, ob LKW, PKW oder Bus, hat vier davon. Wir erklären, wo sie sich befinden:

  • unmittelbar vor dem Fahrzeug
  • hinter dem Fahrzeug
  • links des Fahrzeugs
  • rechts des Fahrzeugs, wo der tote Winkel beim Rechtsabbiegen besonders gefährlich ist

Gefährliche Situationen.

Gefährliche Situationen beim Toten Winkel

Rechtsabbiegende LKW und Busse zählen für Fußgänger und Radfahrer zu den größten Gefahrenquellen im Straßenverkehr. Biegt ein LKW oder Bus rechts ab, ohne dass der Fahrer jemanden wahrnehmen konnte, werden die Hinterräder des Fahrzeugs zur Falle. Sie benötigen in Kurven einen kleineren Radius als die Vorderräder und können Fußgänger und Radfahrer schnell erfassen. Dies bemerkt der Fahrer aber erst, wenn es bereits passiert und somit zu spät ist.

Gefährliche Situationen beim Toten Winkel

Auch unmittelbar vor Fahrzeugen ist es gefährlich zu stehen oder zu gehen. Beispielsweise sind mindestens die ersten ein bis zwei Meter unmittelbar vor dem LKW für den Fahrer nicht sichtbar.

Vermeidung von Unfällen:

Unfälle können nur vermieden werden, wenn Kinder, Fußgänger und Fahrradfahrer mitdenken und mithelfen.

… Blickkontakt suchen:
Der Fahrer sieht dich erst, wenn auch du ihn sehen kannst. Sei es durch eines der Fenster, oder auch im Spiegel. Ist Blickkontakt aufgebaut, sieht der Fahrer dich und kann angemessen reagieren.

… Hinter dem Fahrzeug bleiben:
Um dich für den Fahrer sichtbar zu machen und Gefahren wie plötzlich geöffnete Autotüren zu umgehen, bleibe hinter dem Fahrzeug und nicht daneben.

… Stehen bleiben:
Auch wenn du als Geradeausfahrer Vorfahrt hast, lasse den LKW oder Bus trotzdem zuerst abbiegen.

Der Trick mit dem Trixi-Spiegel.

Achtung: Toter Winkel! - Der Trick mit dem Trixi-Spiegel

1994 verunglückte die vierzehnjährige Trixi. Sie geriet mit ihrem Fahrrad in den toten Winkel eines LKW, der rechts abbog und das Mädchen erfasste. Glücklicherweise überlebte sie den Unfall, allerdings schwer verletzt und leidet heute noch unter den Folgen. Ihr Vater ergriff daraufhin die Initiative und entwickelte einen Spiegel, der an besonders gefährlichen Kreuzungen einfach an Ampelmasten montiert werden kann: den Trixi-Spiegel. Er ermöglicht den Fahrern das Einsehen der Bereiche vor und rechts neben dem LKW.

Die Transportbotschafter schärfen den Blick für die Gefahren.

Die Transportbotschafter von TimoCom machen auf öffentlichen Veranstaltungen und in speziellen Verkehrssicherheitsschulungen bei Schülern auf die Gefahren von toten Winkeln aufmerksam. Dazu stellen wir die nicht einsehbaren Bereiche rund um unseren TimoTruck mit roten Folien am Boden dar. Wir lassen ganze Klassen im toten Winkel "verschwinden" und jeden einzelnen Schüler auf dem Fahrersitz Platz nehmen, damit er selbst sieht, dass er nichts sieht. Die Schüler sollen so auch dazu motiviert werden, durch umsichtiges Verhalten den LKW- und Busfahrern zu helfen.

Außerdem möchten wir den Trixi-Spiegel bekannter machen, uns für dessen Anwendung einsetzen und auf diese Weise gefährliche Punkte im Straßennetz besser einsehbar gestalten.

Als Partner für unsere Aktion "Achtung: Toter Winkel!" konnte die SVG Straßenverkehrsgenossenschaft gewonnen werden. Gemeinsam mit der SVG statten die Transportbotschafter Kraftfahrzeuge mit einem Aufkleber aus, der Radfahrer und Fußgänger rechtsseitig der Fahrzeuge auf den toten Winkel aufmerksam machen soll, in dem sie sich gegenwärtig befinden.

Eure Transportbotschafter

Warum in Kooperation mit der SVG?

Die SVGen wurden als Genossenschaften im Jahr 1947 als Dienstleister der Verkehrsbranche gegründet. Sie organisieren sich heute in 17 regionalen Straßenverkehrsgenossenschaften mit rund 8.000 Mitgliedsunternehmen aus der Transport- und Logistikbranche. Im Bereich Aus- und Weiterbildung schult der SVG-Verbund mehr als 80.000 Berufskraftfahrer jährlich. Außerdem ist die SVG Spezialist für Arbeitssicherheit, Fördermittelberatung, europaweite Mautabrechnung, Tank- und Servicekarten, sowie Versicherungen. Sie betreibt neben mehr als 30 Autohöfen und Tankstellen auch 22 Fahrschulen und setzt mehr als 500 Moderatoren und Trainer ein. (www.svg.de)

Die Transportbotschafter e.V. mit Unterstützung von

Die TimoCom Soft- und Hardware GmbH versteht sich als Dienstleister des Transportgewerbes.